
13.10.08 - 16:19
Hans-Jörg Otto ist seit dem 1. Oktober nun offiziell der Stadion-Manager für das neue Stadion. Noch ist das Stadion eine Baustelle, doch bereits jetzt gibt es eine Menge an Arbeit, die es zu bewältigen gibt. Zu seinen Ansichten und Zielen gab er dazu ein Interview.
F: Sie habe bisher in Frankfurt am Main bei Sportfive gearbeitet. Wie kommt man von Frankfurt nach Dresden?
Otto: Ursprünglich komme ich ja von hier, ganz genau aus Seidewinkel. Das ist ein Dorf drei Kilometer vor Hoyerswerda. Ich habe die Ausschreibung hier auf dieser Internetseite gefunden und ich fand die Option sehr interessant. So kann ich in der gleichen Branche bleiben, bin aber jetzt wieder in der Heimat. Ich habe in den letzten vier Jahren beim Hamburger SV, bei Eintracht Frankfurt und in der Zentrale von Sportfive gearbeitet und es ist wieder schön hier zu sein.
F: Worin sehen Sie Ihre Aufgaben und welche Ziele haben Sie?
Otto: Als Leiter Stadionbetrieb habe ich die Aufgabe, das Stadion technisch zu verwalten, aber auch die Vermarktung des Stadions voranzutreiben. Auch müssen wir um das Stadion wirtschaftlich betreiben zu können, zusätzliche Events akquirieren. Natürlich ist die Hauptsäule der Fußball, doch es gibt auch andere Veranstaltungen, für das ein Stadion ein idealer Ort sein kann. Im Moment müssen wir aber erst einmal die Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu müssen wir dringend den Vermarktungsknoten lösen und die Interessen von Stadt, Hauptnutzer und der Projektgesellschaft miteinander abstimmen.
F: Wie beginnen Sie dort? Es ist sicherlich ein riesiger Wust von Papier, der durchgearbeitet werden muss?
Otto: Zum Beginn habe ich mir alle Verträge vorgenommen. Es gibt ja rund um das Stadion ein großes Medieninteresse. Wenn wir aber richtige Entscheidungen treffen wollen, müssen wir die Rahmenbedingungen sehr genau kennen. Dann haben wir erst die Voraussetzung geschaffen, dass wir uns, wie bereits gesagt, über die Formen der Zusammenarbeit einigen können. Wenn dann der erste Dominostein in der Kette gefallen ist, dann geht es weiter und wir können auch die anderen Aufgaben anpacken. Alle Beteiligten sind sich einig, dass diese Aufgabe Priorität hat. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die noch bestehenden unterschiedlichen Ansichten in sehr naher Zukunft in Einklang bringen werden.
F: Wenn Sie hinsichtlich des Stadions in die Zukunft schauen, was wäre Ihr Traum?
Otto: Mein erster Traum wären viele Montagsspiele von Dynamo Dresden im neuen Stadion in der 2. Liga. Ein solider Verein, der in der 2. Liga etabliert ist und auch selbstbewusst nach oben schauen kann, ist ein großer Wunsch von mir, den ich aber auch für realistisch halte. Natürlich freue ich mich auch auf die tolle Frauen-WM im Jahre 2011. Das wird für die Stadt und natürlich auch für das Stadion einen großen Schub geben. Wenn das Stadion so zu einem Ort wird, wo alle Menschen aus Dresden gern hinkommen und egal ob Fußball oder Konzert sich wohlfühlen und gern wiederkommen, dann habe ich mein wesentlichstes Ziel erreicht.